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Sie wählen nicht, weil...

Ich gehe nicht wählen, sondern habe ...

Ich gehe nicht wählen, sondern habe bereits Briefwahl gemacht. Für mich ist es überhaupt keine Frage ob ich wähle. Wer von den Taten der Politiker betroffen ist (und wer ist das nicht), sollte seinen Eiunfluß auf sie geltend machen. Wem die Richtung (und sei es nur der kleine Unterschied zwischen den Parteien) wichtig ist, sollte sich entscheiden können. Wer sich im Leben für etwas (und nicht nur gegen etwas) entscheidet (und nicht nur anderen oder einer Mode hinterherläuft), sollte auch eine Wahl für die Politik treffen, die er umgesetzt haben will. Dann bekommen wir die besten Politiker von denen, die sich zur Wahl stellen. Wer nur aus Protest irgendeinen Protestler wählt, darf nicht bessere Politik, sondern nur lautere Proteste erwarten.

geschrieben: 06.09.05, 14:09 | Eintrag einem Freund mailen | sollte gelöscht werden?

Kommentare

faxen dicke antwortet: Entschuldigung......... welchen Einfluss habe ich mit einem Kreuzchen an der Politik???

geschrieben: 06.09.2005, 14:16 | sollte gelöscht werden?

der Verfasser des Erst-Beitrags antwortet: Welchen Einfluß haben Sie OHNE Kreuzchen an der Politik? Wollen Sie nur Protestler sein?

geschrieben: 06.09.2005, 14:29 | sollte gelöscht werden?

faxen dicke antwortet: Sie haben recht, ich habe auch keinen Einfluss, habe aber auch keine Legitimation für soziale Ungerechtigkeiten oder Korruption gegeben.

geschrieben: 06.09.2005, 14:35 | sollte gelöscht werden?

der Verfasser des Erst-Beitrags antwortet: ... ich auch nicht!
Die Frage ist doch aber nicht nur, ob ich Einfluß habe oder nicht, sondern auch, wem ich noch Einfluß gewähre. Wer nicht wählt, gibt allen anderen (Meinungen, Stimmen oder Protesten) ein höheres Gewicht. Bis der vorletzte Bundesbürger mit seiner Weigerung zur Wahl zu gehen dem letzten das Recht gibt, die Regierung alleine zu bestimmen. Wen gibt es, der oder die das wollte?
(Und als Seitenbemerkung zum Beitrag geschrieben: 06.09.05, 14:21: "... Wenn ich nicht zur Wahl gehen würde, würde ich die rechts- und linksaußen Parteien unterstützen" Wer nicht wählen geht unterstützt immer die Stimmen aller anderen mitderen Stimmverhältnis, also nach den gegenwärtigen Prognosen die CDU mit 43% usw.) Wollen Sie das??

geschrieben: 06.09.2005, 15:02 | sollte gelöscht werden?

faxen dicke antwortet: Einverstanden. Aber was mache ich, wenn ich keiner der Parteien einen Einfluss gewähren möchte ?
Auch möchte ich nicht einer kleinen Partei die Stimme geben, nur um sagen zu können, ich habe gewählt.

geschrieben: 06.09.2005, 15:25 | sollte gelöscht werden?

der Verfasser des Erst-Beitrags antwortet: Ist Ihre Frage realisitisch? - Wenn keiner der gegenwärtig vorherrschenden Parteien Einfluß haben soll, wer dann?
Ein Monarch mit vererbbarer Macht?
Überhaupt keine Macht, d.h. also Anarchie (wie die Tage in New Orleans, wo schließlich US-Amerikaner des 21.Jhs. auf US-Amerikaner des 21.Jhs. schossen)
Oder machen wir eine neue Partei auf? Sie und ich zusammen? - Wären vielleicht die ersten Vernünftigen in der Politik, aber dann träten wir an, um gewählt zu werden...

geschrieben: 06.09.2005, 15:47 | sollte gelöscht werden?

faxen dicke antwortet: Genau da sind wir beim Problem. In einem Verein kann ich meinen Vorstand abwählen. Das ist in der Politik nicht machbar. Was nun macht der Normalbürger mit dieser Ohnmacht, nichts tun zu können ? Eine neue Partei wäre nicht dumm, nur wären wir wahrscheinlich nicht lange zugegen, da in Deutschland schon immer Leute die die Wahrheit gesagt haben, ganz schnell in der Versenkung verschwunden sind.

geschrieben: 06.09.2005, 15:55 | sollte gelöscht werden?

der Verfasser des Erst-Beitrags antwortet: Also gehen wir doch wählen!?! Denn in der Versenkung wollen wir uns doch nicht wiederfinden.
Habe Ihre Bemerkung: "Auch möchte ich nicht einer kleinen Partei die Stimme geben, nur um sagen zu können, ich habe gewählt." noch nicht gewürdigt.
Zunächst stimme ich Ihnen sofort zu, wenn Sie die Extermisten ausschließen. Was sich da weit links und rechts tummelt, soll sich zu Hause oder in der Gosse alleine austoben, aber nicht im Bundestag.
Wenn Sie ein Partei meinen, deren Stimmergebnis zwischen 5% und 10% liegen wird (sie wissen, auf welche drei das zutreffen könnte), dann muß ich sagen: Doch diese Perspektive, eine Partei zu wählen, die in einer Regierung die Minderheit ausmacht oder in die Opposition geht und vielleicht nur eine handvoll Sitze bekommt, finde ich nicht unsinnig. Das ist Parlaments-Demokratie und ich kenne kein besseres Staatswesen.
Wenn Sie eine vernünftige Partei von diesen 0,x%ern meinen, dann sage ich auch, dazu gehört so sehr viel Idealismus daß ich es nicht mehr von Weltfremdheit unterscheiden kann.
Mein Fazit: eine kleine Partei wählen, die die großen davon abhält alleine regieren zu können und deswegen die Großen von den größten Dummheiten abhält.

geschrieben: 06.09.2005, 16:08 | sollte gelöscht werden?

malzer antwortet: Zitat faxen dicke: "Eine neue Partei wäre nicht dumm, nur wären wir wahrscheinlich nicht lange zugegen, da in Deutschland schon immer Leute die die Wahrheit gesagt haben, ganz schnell in der Versenkung verschwunden sind."

Aber genau das ist der Punkt. Nichtwählen ist für mich keine Alternative. Wenn es wirklich keine einzige Partei gibt, denen Sie ihre Stimme geben möchten, dann wird es Zeit, eine eigene Partei zu gründen, um es besser zu machen. Resignieren und aufgeben ist zwar bequemer, aber wohl keine vernünftige Lösung. Selbst im Irak gab es Wahlen und die Menschen dort haben sich tatsächlich mehrheitlich getraut, wählen zu gehen. Da werden wir in Deutschland doch wohl auch eine Wahl mit hoher Wahlbeteiligung hingekommen.

geschrieben: 06.09.2005, 16:15 | sollte gelöscht werden?

conrad antwortet: ergo: wieder mal das kleinste Übel...

geschrieben: 06.09.2005, 16:17 | sollte gelöscht werden?

malzer antwortet: An conrad: Falls Sie mich damit gemeint haben sollten, möchte ich mich klarer ausdrücken: Ich würde nie eine Partei wählen, die ich als das "kleinste Übel" bezeichnen würde, sondern nur eine, mit der ich mich identifizieren kann. Und wenn ich tatsächlich alle Parteien als mehr oder weniger großes Übel ansehen würde, dann wäre die Konsequenz: Eigene Partei gründen und besser machen!

geschrieben: 06.09.2005, 16:28 | sollte gelöscht werden?

conrad antwortet: Nein, da waren Sie schneller mit dem Posten als ich (gemeint war der Kommentar eins drüber). Aber wo Sie schon so schön dabei sind: ich bin genau der Meinung, daß unsere Parteien, wie sie heutzutage sind, ein guten Teil des Problems darstellen.
Alles versickert immer nur in der Verwaltung, gleich welcher Art. Nur der Druck, der geht geballt von oben nach unten. Kann das richtig sein?

geschrieben: 06.09.2005, 16:35 | sollte gelöscht werden?

der Verfasser des Erst-Beitrags antwortet: Das kleinste Übel hört sich so ausgekotzt an. Lassen Sie es mich positiv sehen:
Habe ich je jemanden gefunden, der meine Meinug so wie ich vertritt? Keinen außer mir selber. Ich habe eine ureigene Meinung und mache mir nicht die eines anderen zueigen. Aber seit 10 Jahren weiß ich, daß ich weder alles wissen, noch zu allem eine fundierte (und unter fundiert machen wirs doch nicht, oder!) Meinung haben kann. Es gibt einfach zu viele Themen und zu viele Details. Also muß ich Repräsentanten finden, die meine Meinung vertreten. Und da ich nicht zig Mitarbeiter habe, die meine Meinung vertreten sollen, habe ich meine Frau gefragt, aber die will ihre eigene Meinung behalten (will ich ja auch!). Also ist die Wahl einer Partei nicht das kleinste Übel, sondern der beste Kompromiß! ... solange ich nicht selber in die Politik gehe und alles anders und besser mache. (Manchmal hätte ich Lust, aber sich mit denen da herumschlagen und von denen anöden lassen. Nee!) Ich bleibe bei meiner Rolle und gehe zur Wahl.

geschrieben: 06.09.2005, 16:48 | sollte gelöscht werden?

Michael Laudahn antwortet: Verfasser / 'solange ich nicht selber in die Politik gehe': Ich tät schon wollen, und dürfen würd ich mich auch trauen. Aber meine vorstellungen sind so grundlegend verändernd, dass keiner der jetzigen machthaber mich ertragen könnte, denn ich würde denen reihenweise ihre äste absägen - und ohne vorher netze zu spannen ('überraschung').

geschrieben: 06.09.2005, 17:23 | sollte gelöscht werden?

Adrian antwortet: @ML: Da war ja schon ein Ansatz von Erkenntnis sichtbar, doch ich schätze, daß die Gründe, warum man Sie nicht ertragen kann, nicht nur in der Radikalität Ihrer Argumente liegt, sondern vor allem in der Art und Weise, wie Sie sie äußern.

geschrieben: 07.09.2005, 18:24 | sollte gelöscht werden?

Über ich-gehe-nicht-hin.de

Dies ist der Ort, an dem Sie der Welt sagen können, warum Sie bei der Bundestagswahl 2005 nicht wählen werden.

Mit diesem Projekt wollen wir niemanden dazu ermutigen, nicht zur Wahl zu gehen. Aber Jahrzehnte von nachlassender Wahlbeteiligung weisen darauf hin, dass sich mehr und mehr Menschen nicht mehr im politischen System wiederfinden. Um dieses Auseinanderdriften ein wenig besser zu verstehen, haben wir diese Seite aufgesetzt.

Wir werden auch nicht versuchen, Sie davon zu überzeugen, dass Wählen eine gute Sache ist. Wir können auch nicht versprechen, dass irgendwer zuhört, nur weil Sie ihre Gründe hier aufschreiben.

Das Einzige, was wir versprechen können ist, dass Sie hier erklären können, warum sie nicht zur Wahl gehen, statt gar keine Stimme zu haben. Sie müssen dabei nur tolerieren, dass andere Nutzer Ihre Begründungen kommentieren.

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