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Ich denke folgendes: man bekommt die Umstände nicht auf einen Schlag weg, das ist ein Prozeß; einen realen Aufstand sehe ich nicht im Bereich der Möglichkeiten (und ob das gut wäre, ist auch dahingestellt, es gibt immer Kräfte die vom Chaos profitieren, das muß ja nicht sein). Die Parteien mit ihren Seilschaften sind ein großer teil des Übels, ebenso wie die Lobby-Gruppen. An die Lobby-Gruppen kommt man nicht direkt ran, aber die Parteien müssen als erstes entmachtet werden, wenn auch nur ein Stückchen. Dazu bedarf es nur einer Sache: nicht wählen! Auch wenn man Angst hat, sich damit ins eigene Fleisch, es muß doch m.E. erstmal darum gehen, offenzulegen, daß sich die Mehrheit der Bevölkerung eben nicht von Partei X oder Partei Y (=oder einer Koalition von beiden!) angemessen vertreten fühlt. Und wenn das klar ist, verlieren mit solche - mit relativen Minderheiten gewählten - Parteien schon mal ihr Legitimations-Deckmäntelchen. Der nächste Schritt ist die Einführung des 'Ich kann keiner der Parteien meine Stimme geben'-Feldes auf dem Wahlschein, gemeinsam mit einem Mindest-Prozentsatz für die Gültigkeit einer (Landtags-, Bundestags-)Wahl. So. Dann müßten die lieben Parteien nämlich schon mal mehr zittern und könnten sich nicht nur in einfachen Rechenspielchen ergehen. Weitere Schritte wären dann basisdemokratische Abstimmungen zu speziellen Themen wie damals der EUR-Einführung, diese Themen müßten von einer unabhängigen Kommision des Bundestages erarbeitet und vorgeschlagen werden, zum Beispiel. Und wenn sowas erstmal eingeführt ist, ist auch ein Weg für mehr Kontrolle der politischen Prozesse gebahnt. Da kann dann auch mehr Transparenz in der politischen Verantwortlichkeit (Haftungsgesetz) oder verschlankung des föderalen/Behörden-Apparates oder eine Reform von Justiz bei herauskommen. Aber man brauhct für alles das eine rechtliche (wie auch immer) Grundlage. Und diese ist festzustellen. Genauso wie eine Regierung den Notstand ausrufen kann, müssen auch Bürger in der Lage sein, ihre verbrieften Rechte auf anständige politische Vertretung schützen zu können.
Spinnerei?